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Es werden Posts vom März, 2019 angezeigt.

Die nette Gesellschaft von Angehörigen

Bereits in der Ausbildung habe ich gelernt, dass Angehörige wichtig für den Genesungsprozess der Patienten sind. Niemand hat gesagt, wie sehr Angehörige unsere Arbeit in Frage stellen, aus Prinzip alles besser wissen und am liebsten jeder alle 2 Stunden mit einem Arzt sprechen müsste und sich Mitglieder einer Familie anscheinend nicht unterhalten. Oft haben wir ältere Patienten, die plötzlich aus dem Leben gerissen wurden. Dies ist eine Ausnahmesituation für Angehörige, für den Patienten und natürlich auch für das Pflegepersonal und die Ärzte. Wenn es ein Notfall auf Station gibt, weis man, dass sofort alle bei dir sind und dem Patienten helfen. Für Angehörige ist das wahrscheinlich die absolute Horrorvorstellung. Viele verstehen nicht, warum sie dann das Zimmer verlassen müssen und einfach warten sollen. Wir als Pflegepersonal arbeiten mindestens 8 Stunden in unserem Dienst dauerhaft um ihre Angehörigen, unsere Patienten. Wir waschen, lagern, cremen, überprüfen Medikamente, führen...

Der Schichtdienst

Alle glauben, dass es im Krankenhaus zugeht wie bei in "Schwester Steffanie", "Die Schwarzwaldklinik" und co. Alle sind ausgeschlafen, die Notfälle passieren nur auf der Normalstation und innerhalb von 10 Minuten ist die OP vorbei und schon im OP-Saal sind die Patienten meist schon so wach, dass die Ärzte ihnen sagen können, was nun Phase war und das sie am nächsten Tag wieder nachhause können. Außerdem passiert alles schlimme meist um die Mittagszeit, wenn 30 Ärzte gerade in dem Zimmer sind und die Schwester dem Patienten gerade hilft. Leider ist es nicht so. Krankenschwester zu sein heißt, dass man im 3-Schicht-System arbeiten muss und das nicht nur von Montag bis Freitag, sondern auch Wochenende und Feiertage. Viele denken, dass das gar nicht so schlimm sein kann. Doch in Wahrheit sieht das anders aus. Ich bin Vollkraft auf der Intensivstation, d.h. ich habe einen Arbeitsvertrag von 40 Stunden die Wochen. Das klingt doch eigentlich ganz gut. Leider ist dies auc...

Ich möchte mich euch vorstellen

Ich bin eine Krankenschwester und stolz darauf das sagen zu können. Ich habe meine Ausbildung mit 18 begonnen und habe die verschiedensten Stationen eines Krankenhauses durchlaufen während meiner Ausbildung. Nach 3 gefühlten endlos langen Jahren habe ich meine Prüfungen bestanden und habe meine Urkunde erhalten, die mir erlaubt mich Gesundheit- und Krankenpflegerin zu nennen. Schon während meiner Ausbildung habe ich gemerkt, dass mir nicht jede Station liegt und ich nicht mit jedem Patienten kann. Ich merkte schnell, dass mein Herz für die Arbeit auf der Intensivstation schlägt. Noch während meiner Ausbildung hat mir ein Krankenhaus angeboten direkt auf der Intensivstation anzufangen. Der Herausforderung fühlte ich mich gewachsen und sah es als Chance ständig etwas neues zu lernen. Der 2. September 2016 war mein erster Arbeitstag auf der Intensivstation. Natürlich wurde ich nicht direkt allein auf die Patienten losgelassen, denn ich musste den Tagesablauf lernen, die verschiedenen ...