Der Schichtdienst
Alle glauben, dass es im Krankenhaus zugeht wie bei in "Schwester Steffanie", "Die Schwarzwaldklinik" und co. Alle sind ausgeschlafen, die Notfälle passieren nur auf der Normalstation und innerhalb von 10 Minuten ist die OP vorbei und schon im OP-Saal sind die Patienten meist schon so wach, dass die Ärzte ihnen sagen können, was nun Phase war und das sie am nächsten Tag wieder nachhause können. Außerdem passiert alles schlimme meist um die Mittagszeit, wenn 30 Ärzte gerade in dem Zimmer sind und die Schwester dem Patienten gerade hilft.
Leider ist es nicht so.
Krankenschwester zu sein heißt, dass man im 3-Schicht-System arbeiten muss und das nicht nur von Montag bis Freitag, sondern auch Wochenende und Feiertage. Viele denken, dass das gar nicht so schlimm sein kann. Doch in Wahrheit sieht das anders aus. Ich bin Vollkraft auf der Intensivstation, d.h. ich habe einen Arbeitsvertrag von 40 Stunden die Wochen. Das klingt doch eigentlich ganz gut. Leider ist dies auch nicht der Fall. Da die Politik für unsere Pflege zuständig ist und treffen die Aussagen darüber, wie viele Pflegekräfte vorhanden sein dürfen und wie viele im Dienst sein müssen. Für mich bedeutet das als 8-Stunden-Kraft, dass ich meist 11 Tage am Stück Dienst habe, einen, vielleicht auch mal 2 freie Tage bekomme und in den 11 Tagen alle Schichten mindestens einmal durchlaufe. Ich bin heute im übrigen bei Tag 7 von 11. Heute haben wir Freitag. Seit letztem Freitag bin ich im Dienst. Oft ist es so, dass ich 3-4 Wochenenden hintereinander arbeiten muss, weil das Personal nicht ausreicht. Aktuell habe ich Nachtschicht. Ich habe heute meine dritte von 6 Nächten, davor hatte ich 3 Frühdienste und davor 2 Spätdienste, d.h. ich hatte einmal einen kurzen Wechsel von Spät in den Frühdienst. Unsere Arbeitszeiten sind, finde ich zumindest, für unseren Beruf ziemlich angenehm. Im Frühdienst arbeite ich von 06 Uhr bis 14 Uhr, im Spätdienst von 13 Uhr bis 21 Uhr und der Nachtdienst von 20.30 Uhr bis 06.30 Uhr. Das bedeutet, das ich diese Woche Insgesamt 66 Stunden arbeite innerhalb von 7 Tagen.
Wenn man so viel auf Arbeit ist und im Schichtdienst arbeitet ist das private Umfeld sehr eingeschränkt. Oft muss man sein Privatleben hinter die Arbeit stellen. Man kann nicht an der Familienfeier teilnehmen und nicht jedes Wochenende sich mit Freunden treffen. Vor allem braucht man eine Familie die hinter einem steht und auch der Partner muss mit den Schichten klar kommen und einen dabei unterstützen. Einige meiner Beziehungen sind daran zerbrochen, dass einige meiner Partner nicht verstanden, wie anstrengend der Schichtdienst für den Körper ist, dass man keinen geregelten Tag-Nacht-Rhythmus mehr hat und teilweise nicht mehr weis, welcher Tag heute ist, geschweige denn das Datum.
Mein aktueller Freund versteht zum Glück wie es ist im Schichtdienst zu arbeiten, er hat es selbst 5 Jahre gemacht und hat dabei für sich bemerkt, dass er das gar nicht versteht, er hatte vor allem mit Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen zu kämpfen.
Der Schichtdienst macht die Menschen am Ende kaputt, man gibt sein Privatleben für die Arbeit teilweise auf. Als Mama kann es passieren, dass man sein Kind über Tage nicht sieht, weil die Schichten dem im Weg stehen, als junger Mensch ist man auf Arbeit, während alle deine Freunde am Wochenende Spaß haben. Man muss es sich gut überlegen, ob man sich das wirklich alles antun möchte, für einen Beruf, der teilweise sogar von den Patienten nicht anerkannt wird und Angehörige alles besser wissen und Ärzte alle Fehler auf dich abwälzen.
xoxo
Leider ist es nicht so.
Krankenschwester zu sein heißt, dass man im 3-Schicht-System arbeiten muss und das nicht nur von Montag bis Freitag, sondern auch Wochenende und Feiertage. Viele denken, dass das gar nicht so schlimm sein kann. Doch in Wahrheit sieht das anders aus. Ich bin Vollkraft auf der Intensivstation, d.h. ich habe einen Arbeitsvertrag von 40 Stunden die Wochen. Das klingt doch eigentlich ganz gut. Leider ist dies auch nicht der Fall. Da die Politik für unsere Pflege zuständig ist und treffen die Aussagen darüber, wie viele Pflegekräfte vorhanden sein dürfen und wie viele im Dienst sein müssen. Für mich bedeutet das als 8-Stunden-Kraft, dass ich meist 11 Tage am Stück Dienst habe, einen, vielleicht auch mal 2 freie Tage bekomme und in den 11 Tagen alle Schichten mindestens einmal durchlaufe. Ich bin heute im übrigen bei Tag 7 von 11. Heute haben wir Freitag. Seit letztem Freitag bin ich im Dienst. Oft ist es so, dass ich 3-4 Wochenenden hintereinander arbeiten muss, weil das Personal nicht ausreicht. Aktuell habe ich Nachtschicht. Ich habe heute meine dritte von 6 Nächten, davor hatte ich 3 Frühdienste und davor 2 Spätdienste, d.h. ich hatte einmal einen kurzen Wechsel von Spät in den Frühdienst. Unsere Arbeitszeiten sind, finde ich zumindest, für unseren Beruf ziemlich angenehm. Im Frühdienst arbeite ich von 06 Uhr bis 14 Uhr, im Spätdienst von 13 Uhr bis 21 Uhr und der Nachtdienst von 20.30 Uhr bis 06.30 Uhr. Das bedeutet, das ich diese Woche Insgesamt 66 Stunden arbeite innerhalb von 7 Tagen.
Wenn man so viel auf Arbeit ist und im Schichtdienst arbeitet ist das private Umfeld sehr eingeschränkt. Oft muss man sein Privatleben hinter die Arbeit stellen. Man kann nicht an der Familienfeier teilnehmen und nicht jedes Wochenende sich mit Freunden treffen. Vor allem braucht man eine Familie die hinter einem steht und auch der Partner muss mit den Schichten klar kommen und einen dabei unterstützen. Einige meiner Beziehungen sind daran zerbrochen, dass einige meiner Partner nicht verstanden, wie anstrengend der Schichtdienst für den Körper ist, dass man keinen geregelten Tag-Nacht-Rhythmus mehr hat und teilweise nicht mehr weis, welcher Tag heute ist, geschweige denn das Datum.
Mein aktueller Freund versteht zum Glück wie es ist im Schichtdienst zu arbeiten, er hat es selbst 5 Jahre gemacht und hat dabei für sich bemerkt, dass er das gar nicht versteht, er hatte vor allem mit Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen zu kämpfen.
Der Schichtdienst macht die Menschen am Ende kaputt, man gibt sein Privatleben für die Arbeit teilweise auf. Als Mama kann es passieren, dass man sein Kind über Tage nicht sieht, weil die Schichten dem im Weg stehen, als junger Mensch ist man auf Arbeit, während alle deine Freunde am Wochenende Spaß haben. Man muss es sich gut überlegen, ob man sich das wirklich alles antun möchte, für einen Beruf, der teilweise sogar von den Patienten nicht anerkannt wird und Angehörige alles besser wissen und Ärzte alle Fehler auf dich abwälzen.
xoxo
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