Ich möchte mich euch vorstellen
Ich bin eine Krankenschwester und stolz darauf das sagen zu können.
Ich habe meine Ausbildung mit 18 begonnen und habe die verschiedensten Stationen eines Krankenhauses durchlaufen während meiner Ausbildung. Nach 3 gefühlten endlos langen Jahren habe ich meine Prüfungen bestanden und habe meine Urkunde erhalten, die mir erlaubt mich Gesundheit- und Krankenpflegerin zu nennen.
Schon während meiner Ausbildung habe ich gemerkt, dass mir nicht jede Station liegt und ich nicht mit jedem Patienten kann. Ich merkte schnell, dass mein Herz für die Arbeit auf der Intensivstation schlägt. Noch während meiner Ausbildung hat mir ein Krankenhaus angeboten direkt auf der Intensivstation anzufangen.
Der Herausforderung fühlte ich mich gewachsen und sah es als Chance ständig etwas neues zu lernen.
Der 2. September 2016 war mein erster Arbeitstag auf der Intensivstation. Natürlich wurde ich nicht direkt allein auf die Patienten losgelassen, denn ich musste den Tagesablauf lernen, die verschiedenen Medikamente und deren Wirkung auf den Körper lernen, ich habe meine erste Reanimation mitbekommen, musste das erste Mal mit meinen Händen reanimieren, ich musste lernen immer ein offenes Ohr für die Angehörigen unserer schwerkranken Patienten haben, ich musste lernen in schweren Situationen einen ruhigen Kopf zu bewahren und richtig zu entscheiden und ich musste leider auch lernen, dass ich nicht jeden Patienten retten kann, egal wie jung oder alt dieser ist.
Meine Einarbeitungszeit, in der ich immer eine erfahrene Schwester an meiner Seite hatte, war nach 4 Wochen vorbei und ich hatte das Gefühl, dass ich jetzt auf mich allein gestellt war. Das erste halbe Jahr auf der Intensivstation war besonders schwer. Ich bin oft weinend von der Arbeit heimgefahren und habe ich gefragt warum ich das alles mache. Ich hatte ständig Angst Fehler zu begehen und einem meiner Patienten zu schaden. Ich war so auf meine Arbeit konzentriert, dass meine Kollegen nicht mit mir klar kamen. Für sie war ich eine Einzelgängerin und Eigenbrötlerin. Meine Stationsleitung hat das natürlich auch mitbekommen und kam auf mich zu. Wir haben viele Gespräche geführt, mir meine Fehler aufgezeigt und mir damit geholfen nicht nur meine Arbeitsqualität zu verbessern sondern auch das Verhältnis zu meinen Kollegen. Nach 2 1/2 Jahren auf dieser Station fühle ich mich endlich angekommen und aus meinem Beruf ist eine Berufung geworden.
Für Außenstehende ist es schwer das rege treiben auf der Intensivstation zu verstehen. Wir sind keine große Station. Wir haben insgesamt 16 Betten und 2 Bettplätze mit Dialysen, d.h. wir können insgesamt 18 Patienten gleichzeitig betreuen. Wenn man überlegt, dass wir in der Frühschicht teilweise zu siebt sind klingt das eigentlich ganz gut besetzt. 7 Schwestern und Pfleger für 18 Patienten klingt doch super, wenn man überlegt, dass es Stationen gibt, die 5 Schwestern im Frühdienst haben und dafür 40 Patienten. Allerdings wird oft nicht gesehen was es heißt mehr als 2 Patienten im Frühdienst zu versorgen. Die meisten unserer Patienten sind beatmet haben mehr als 10 Medikamente dauerhaft gleichzeitig laufen, sind so kreislaufinstabil, dass teilweise eine Drehung auf die Seite um Stuhlgang zu entfernen nur noch einen Blutdruck von 50/20 haben. Viele wären längst tot, würde es die moderne Medizin geben, die die Aufgaben einer Lunge oder einer Niere übernehmen durch verschiedene Maschinen.
Teilweise bin ich von früh um 6 bis um 10 an einem Patienten allein beschäftigt, um diesen zu waschen, zu pflegen, Medikamente zu geben, die Ärzte dauerhaft über den Zustand des Patienten zu informieren, Medikamente die dauerhaft laufen einzustellen und da sind verschiedene Untersuchung zu denen ich meine Patienten bringen muss nicht eingerechnet. Ich "frühstücke" meist erst gegen 11 Uhr am Vormittag, wobei frühstücken bedeutet, dass ich mir fix mein Essen reinschlinge und dabei bereits überlege wie ich meinen restlichen Arbeitstag plane.
Ich glaube das reicht jetzt erstmal für den ersten Post. Ich könnte noch Stunden weiterschreiben. Es gibt soviel zu erzählen. Falls ihr Fragen habt und etwas nicht versteht, stellt mir diese
xoxo
Ich habe meine Ausbildung mit 18 begonnen und habe die verschiedensten Stationen eines Krankenhauses durchlaufen während meiner Ausbildung. Nach 3 gefühlten endlos langen Jahren habe ich meine Prüfungen bestanden und habe meine Urkunde erhalten, die mir erlaubt mich Gesundheit- und Krankenpflegerin zu nennen.
Schon während meiner Ausbildung habe ich gemerkt, dass mir nicht jede Station liegt und ich nicht mit jedem Patienten kann. Ich merkte schnell, dass mein Herz für die Arbeit auf der Intensivstation schlägt. Noch während meiner Ausbildung hat mir ein Krankenhaus angeboten direkt auf der Intensivstation anzufangen.
Der Herausforderung fühlte ich mich gewachsen und sah es als Chance ständig etwas neues zu lernen.
Der 2. September 2016 war mein erster Arbeitstag auf der Intensivstation. Natürlich wurde ich nicht direkt allein auf die Patienten losgelassen, denn ich musste den Tagesablauf lernen, die verschiedenen Medikamente und deren Wirkung auf den Körper lernen, ich habe meine erste Reanimation mitbekommen, musste das erste Mal mit meinen Händen reanimieren, ich musste lernen immer ein offenes Ohr für die Angehörigen unserer schwerkranken Patienten haben, ich musste lernen in schweren Situationen einen ruhigen Kopf zu bewahren und richtig zu entscheiden und ich musste leider auch lernen, dass ich nicht jeden Patienten retten kann, egal wie jung oder alt dieser ist.
Meine Einarbeitungszeit, in der ich immer eine erfahrene Schwester an meiner Seite hatte, war nach 4 Wochen vorbei und ich hatte das Gefühl, dass ich jetzt auf mich allein gestellt war. Das erste halbe Jahr auf der Intensivstation war besonders schwer. Ich bin oft weinend von der Arbeit heimgefahren und habe ich gefragt warum ich das alles mache. Ich hatte ständig Angst Fehler zu begehen und einem meiner Patienten zu schaden. Ich war so auf meine Arbeit konzentriert, dass meine Kollegen nicht mit mir klar kamen. Für sie war ich eine Einzelgängerin und Eigenbrötlerin. Meine Stationsleitung hat das natürlich auch mitbekommen und kam auf mich zu. Wir haben viele Gespräche geführt, mir meine Fehler aufgezeigt und mir damit geholfen nicht nur meine Arbeitsqualität zu verbessern sondern auch das Verhältnis zu meinen Kollegen. Nach 2 1/2 Jahren auf dieser Station fühle ich mich endlich angekommen und aus meinem Beruf ist eine Berufung geworden.
Für Außenstehende ist es schwer das rege treiben auf der Intensivstation zu verstehen. Wir sind keine große Station. Wir haben insgesamt 16 Betten und 2 Bettplätze mit Dialysen, d.h. wir können insgesamt 18 Patienten gleichzeitig betreuen. Wenn man überlegt, dass wir in der Frühschicht teilweise zu siebt sind klingt das eigentlich ganz gut besetzt. 7 Schwestern und Pfleger für 18 Patienten klingt doch super, wenn man überlegt, dass es Stationen gibt, die 5 Schwestern im Frühdienst haben und dafür 40 Patienten. Allerdings wird oft nicht gesehen was es heißt mehr als 2 Patienten im Frühdienst zu versorgen. Die meisten unserer Patienten sind beatmet haben mehr als 10 Medikamente dauerhaft gleichzeitig laufen, sind so kreislaufinstabil, dass teilweise eine Drehung auf die Seite um Stuhlgang zu entfernen nur noch einen Blutdruck von 50/20 haben. Viele wären längst tot, würde es die moderne Medizin geben, die die Aufgaben einer Lunge oder einer Niere übernehmen durch verschiedene Maschinen.
Teilweise bin ich von früh um 6 bis um 10 an einem Patienten allein beschäftigt, um diesen zu waschen, zu pflegen, Medikamente zu geben, die Ärzte dauerhaft über den Zustand des Patienten zu informieren, Medikamente die dauerhaft laufen einzustellen und da sind verschiedene Untersuchung zu denen ich meine Patienten bringen muss nicht eingerechnet. Ich "frühstücke" meist erst gegen 11 Uhr am Vormittag, wobei frühstücken bedeutet, dass ich mir fix mein Essen reinschlinge und dabei bereits überlege wie ich meinen restlichen Arbeitstag plane.
Ich glaube das reicht jetzt erstmal für den ersten Post. Ich könnte noch Stunden weiterschreiben. Es gibt soviel zu erzählen. Falls ihr Fragen habt und etwas nicht versteht, stellt mir diese
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